22
Feb
2020
11:34 AM

Synästhesieprojekt SINNES!ORGAN auf der Luminale Frankfurt

Im Rahmen der Frankfurter Luminale 2020, der Biennale für Lichtkunst und Stadtgestaltung, wird das Lichtkunst-Projekt SINNES!ORGAN gezeigt.

Welche Farbe hat ein bestimmter Akkord? Wie schmeckt eine C-Dur-Tonleiter? Sind romantische Lieder lila? Wann tanzen im Raum gelbe Figuren? Welche Grundfarbe hat die Musik einer Kirchenorgel? – Synästhesie beruht auf zusätzlichen neuronalen Verbindungen zwischen den einzelnen Sinnen. Töne können Farben annehmen, Buchstaben können gefühlt und Akkorde geschmeckt werden. Es wird geschätzt, dass 4 Prozent der Menschen eine solche Eigenschaft besitzen. Das Projekt „Sinnes!Organ“ kombiniert in Bezug auf dieses Thema Farben und Formen mit der Musik – während der Luminale kann die Musik somit mit den Sinnen erspürt werden.

Auf der Walcker-Orgel in der Frankfurter Lutherkirche werden bedeutende Werke der Orgelliteratur live von drei Studierenden der Kirchenmusik gespielt. Der komplette Kirchenraum wird inklusive der großen Kirchenorgel in eine synästhetische Licht-Komposition einbezogen. Die Zuschauer*innen bekommen eine Ahnung davon, wie ein Synästhetiker Töne, Klänge und Musik empfindet.

Abgerundet wird die Installation von einer Illumination der Kirchenfront, die die Fassade der Kirche in wechselnden Farben zeigt (siehe Projekt „schaut hin“). Im „Luther-Bistro“ nebenan wird über das spannende Thema Synästhesie informiert.

Termin:

  • 12.03.20, 21–23:30 Uhr / 13.–15.03.20, 20–23:30 Uhr
  • Evangelische Luthergemeinde, Martin-Luther-Platz 1, 60316 Frankfurt am Main

(Quelle: www.luminale.de).

Das Projekt wird realisiert von RALF TJABBEN, STEPHANIE SCHEUBECK, OLIVER TJABBEN, ELISABETH STOLL UND MAJA VOLLSTEDT.

Wir freuen uns, dass DSG-Mitglied Stephanie Scheubeck, die als Tänzerin, Choreographin und Filmemacherin arbeitet, ihre synästhetische Erfahrung in das Projekt eingebracht hat. Die DSG unterstützt das Projekt mit Informationsflyern zum Thema Synästhesie.

Die Luminale:

Die Luminale als Biennale für Lichtkunst und Stadtgestaltung verfolgt das Ziel, ein populäres und gleichzeitig künstlerisch sowie inhaltlich hochwertiges Programm zu gestalten. Ein weiteres Anliegen ist es, einen nachhaltigen Beitrag zur Stadtentwicklung zu leisten – im Dialog mit Künstlern, Kreativen, Stadtplanern, Wissenschaftlern und den Bürgern der Stadt. Projekte, die sich mit urbanen Visionen im Spannungsfeld von Licht, Architektur, Technologie, Ökologie, dem sozialen Miteinander in der Stadt oder mit ihrer Geschichte und Kultur auseinandersetzen, machen dies erlebbar – begleitet von einem interdisziplinären Dialog. In diesem Prozess versteht sich die Luminale als Ideen- und Impulsgeber, Koordinator, Kommunikator und Testlabor. (Alle Infos: www.luminale.de).

Beitragsbild: Ralf Tjabben



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